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St. Klemenz

Legende
Der junge Römer Klemenz kam zum christlichen Glauben, als er einer Predigt des Apostels Barnabas in seiner Heimatstadt lauschte. Er erkannte, dass die Verkündigung der Frohen Botschaft seine Aufgabe sein sollte, und liesse sich von Barnabas unterweisen und taufen. Dieser führte ihn bald zu Petrus, der schnell die Klugheit und den Glauben des jungen Mannes erkannte. Petrus selbst soll Klemenz zu seinem Nachfolger bestimmt haben. Als er jedoch gestorben war, lehnte Klemenz das Amt des Papstes zunächst ab, weil er sich dafür noch nicht reif genug fühlte. Erst um 90 herum wurde er, als Nachfolger von Linus und Anakletus, der vierte Bischof von Rom. 

Der Legende nach wurde er bald darauf auf Anweisung des Kaisers aus Rom vertrieben und musste in den Marmorsteinbrüchen auf der Krim arbeiten. Dort gab es zu wenig Wasser, so dass die Zwangsarbeiter ständig zu verdursten drohten. Klemenz sah, dass ein Lamm an einer bestimmten Stelle mit den Hufen scharrte, grub ein wenig mit den Händen an diesem Punkt und es sprudelte alsbald eine Quelle frischen Wassers. Die Arbeiter, die dies gesehen hatten, tranken und konnten damit nicht nur ihren Durst stillen, sondern liessen sich nach diesem Wunder auch bereitwillig von Klemenz taufen.

Als diese Kunde Rom erreichte, sandte der wutentbrannte Kaiser sofort einen Boten mit einem Todesurteil für den Gottesmann zurück auf die Halbinsel. Klemenz wurde mit einem Anker um den Hals ins Schwarze Meer gestürzt. Auch die anderen Arbeiter wurden hingerichtet.

Namensdeutung
"Klemenz" (Clemens) ist lateinisch und heisst "der Sanftmütige".

Patron
Der Seeleute, Hutmacher, Steinmetze, Marmorarbeiter, bei Sturm, Gewitter, gegen Wassergefahren und Kinderkrankheiten.